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Das Tao der Unternehmensführung

3.4.2019

Welche Faktoren sind entscheidend für das Gelingen eines Vorhabens? Diese Frage stellte sich Sun Tzu bereits im 5. Jahrhundert v.Chr. Sun Tzu zählt fünf Erfolgsfaktoren auf und nennt an erster Stelle das Tao: „Erstens, das Tao; zweitens, das Klima; drittens, das Gelände; viertens, die Führung und fünftens, die Ordnung.“ (1.3)

 

Das Tao ist ein recht geheimnisvoller Begriff – eine verborgene Kraft, die hinter und durch alle Phänomene wirkt. Laotse spricht in seinem „Tao Te King“ von einem unsichtbar wirkenden Prinzip, etwas Unfassbarem: „Ich kenne seinen Namen nicht. Will ich es benennen, sage ich Tao.“ (Abschnitt 25) Heute begegnet man weiteren Umschreibungen des Begriffs wie der rechte Weg, die rechte Motivation, Integrität, ethische Gesinnung oder auch Wertvorstellungen.

 

Wie hängt die rechte Motivation mit dem Erfolg des Handelns zusammen? Wenn die Menschen erkennen, dass das Vorhaben eines Menschen oder eines Unternehmens sinnvoll ist, möglichst vielen nutzt, eine Win-Win-Situation darstellt, dann werden sie es unterstützen. Je größer der Nutzen, den ein Unternehmen stiftet, desto breiter die Basis für seinen langfristigen Erfolg. „Das Tao bewirkt, dass die Menschen mit einem Vorhaben übereinstimmen…“ (1.4)

 

Infolgedessen rät Sun Tzu den Führungskräften in Unternehmen, das Tao zu kultivieren und die folgenden Fragen zu stellen: Worin besteht die Motivation für ein bestimmtes Produkt, ein bestimmtes Vorhaben? Stiftet unser Unternehmen nicht nur den Kunden Nutzen, sondern auch den Arbeitnehmern und weiteren Interessensgruppen? Verhalten wir uns sozial verantwortlich, produzieren wir möglichst umweltfreundlich? „Die geschickten Krieger kultivieren das Tao, wahren die Gesetze und sind deshalb fähig, siegreiche Strategien zu formulieren.“  (4.15)

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