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Mentale Stärke: „Gewinne zuerst, kämpfe dann“

17.4.2018

"Gewinne zuerst, kämpfe dann“ – mit dieser Strategieempfehlung beschreibt Sun Tzu zunächst eine mentale Voraussetzung für Erfolg. Der frühe chinesische Feldherr Sun Tzu gibt in seiner „Kunst der Kriegsführung“ hervorragende Empfehlungen, wie man Projekte erfolgreich zum Ziel führt.

 

Erfolg erscheint zunächst im Denken. Aus einer inneren Haltung von Verzweiflung und Niederlage lässt sich keine Schlacht gewinnen und keinen Erfolg erzielen. Man muss erst innerlich auf der Leiter der Freude und Zuversicht emporsteigen.

 

Hierzu ein Beispiel: Ein mutloser und verzweifelter Jobsuchender kann sich nicht vorstellen, dass er erfolgreich und gut gelaunt einen großartigen Job macht. Bevor er sich überhaupt auf die Jobsuche begibt, muss ein gewisser Optimismus, eine ganz kleine Aussicht auf Erfolg in seinen Vorstellungen vorhanden sein. Sieht er während der Suche Jobangebote, die ihm Lust auf einen Job machen, bessert sich seine mentale Haltung weiter. Dann befruchten sich die aktive Jobsuche und die innere Haltung gegenseitig, bis er optimistisch und voller Tatendrang zum Jobinterview geht. Auch das Gegenteil ist denkbar: Ein deprimierter Mensch wird z.B. vom Arbeitsamt gezwungen, einen Job zu suchen. Seine mentale Haltung ist jedoch so verdunkelt, dass er bei jedem Jobangebot denkt, „das wird nichts“. Man mag sich vorstellen, wie verschieden diese beiden Personen bei ein und demselben Jobinterview auftreten und wer den Job bekommt.

 

Weiter meint Sun Tzu mit „Gewinne zuerst, kämpfe dann“ konkrete physische Maßnahmen, die einen Erfolg wahrscheinlich machen. Sobald man den Boden bereitet hat, kann man sich der Konfrontation offener stellen. Die Vorbereitungen der chinesischen Regierung für die Einführung einer neuen Seidenstraße lassen sich hierfür als Beispiel heranziehen.

 

Die Aussage „Gewinne zuerst, kämpfe dann,“ verwendet Sun Tzu in verschiedenen Varianten. So schreibt er: „Mache Dich selbst unbesiegbar…“ (4.1) „Deine eigene Unbesiegbarkeit liegt in Deinen Händen…“ (4.2) „Der gute Kämpfer kann sich selbst unbesiegbar machen…“ (4.3) „Der kluge Kämpfer bringt sich in eine Position, in der er nicht besiegt werden kann…“ (4.13) „Eine siegreiche Armee erringt ihren Sieg, bevor sie in die Schlacht zieht…“ (4.14).

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