Blog

Wenn Unbewusstes ins Bewusstsein kommen will

Unser Innenleben spiegelt sich in unserer äußeren Welt. Was uns im außen erscheint, reflektiert das, was in uns vorgeht.

 

In unserer äußeren Welt finden wir zunächst das vor, wofür wir uns bewusst entschieden haben – zum Beispiel einen konkreten Job. Doch dann konstellieren sich Situationen, die wir nicht bewusst herbeigeführt haben. In solchen Fällen spiegelt sich ein bisher unbewusster Teil von uns im außen, er will erkannt werden und die Schwelle zum Tagesbewusstsein überschreiten.

 

Beispielsweise kann es sein, dass wir im Konflikt mit einem Kollegen stehen, der unsere Grenzen überschreitet. Mit der Annahme, dass die Grenzüberschreitung ein Spiegel für unsere Innenwelt ist, können wir uns fragen:

 

1.) Überschreite ich selbst meine Grenzen?

2.) In welchen Situationen überschreite ich die Grenzen von anderen?

3.) Gibt es Situationen, in denen ich meine Grenzen bereits achte? Was brauche ich, damit ich meine Grenzen setzen und achten kann?

4.) Welche Menschen respektieren meine Grenzen? Anerkenne ich diese Menschen dafür?

 

Wie uns schwierige Situationen weiterbringen

Wenn wir auf eine schwierige Situation treffen, sehen wir die Situation meistens als „getrennt“ von uns an und nicht als Teil von uns. Wir wollen die Situation „weghaben“, uns möglichst nicht mit ihr beschäftigen. Wir hoffen, sie geht schnell vorüber. Oft greifen wir aus dieser Haltung heraus die anderen Beteiligten auf ungesunde Art und Weise an.

 

Eine bewusste Beschäftigung mit einer Situation bedeutet hingegen, dass wir unseren eigenen Anteil an ihr sehen. Dass wir sehen, wie sie sich in unsere bisherige Entwicklung einfügt und wie unsere vergangenen Erfahrungen und Konditionierungen zu ihr beigetragen haben.

 

Die eigene „Schuld“ an einer Situation zu sehen, ist auf den ersten Blick nicht so erfreulich. Durch die Umformulierung von „Schuld“ in „Verantwortung“ ändert sich unsere innere Haltung. Wir erkennen unsere Verantwortung und damit auch neue Handlungsmöglichkeiten. Der Schlüssel für die Veränderung liegt in uns selbst.

Alles hängt zusammen - ein ganzheitlicher Coaching-Ansatz

Alle unseren gesammelten Erfahrungen fließen in einem einzigen Moment, einer einzigen Situation zusammen. Wie wir reagieren, hängt von so vielen Faktoren ab:

 

Konnten wir im Laufe unseres Lebens einen gesunden Selbstwert entwickeln? Oder stürzt unser Selbstbild schon bei einer leicht negativen Bemerkung von anderen in sich zusammen?

 

Sind wir in unserem Leben prinzipiell entspannt und reagieren gelassen? Oder sind wir dauergestresst und reagieren impulsiv aus der Anspannung heraus?

 

Verfügen wir über ein gewisses Verständnis über uns selbst? Wissen wir, zu welchen Verhaltensmustern wir in Konfliktsituationen tendieren? Können wir neue Verhaltensweisen finden?

 

Sehen wir uns als Opfer der Umstände? Oder können wir unseren Handlungsspielraum sehen und nutzen?

 

Im Grunde gibt es in jeder Situation zwei Möglichkeiten, wie wir mit ihr umgehen: auf bewusste oder unbewusste Weise. Beim bewussten Handeln merken wir, dass sich Klarheit und Entschiedenheit einstellen, auch die Freude kann sich dazugesellen. Unbewusstes Handeln kommt aus den Konditionierungen und in der Rückschau kann ein ungutes Gefühl hinsichtlich des eigenen Handelns auftauchen.

 

Meistens es uns nicht möglich, dass wir in einer Sekunde von komplett unbewusst auf vollkommen bewusst umstellen. Hingegen ist es möglich, so bewusst wie möglich zu handeln. Wir können jede Situation so gut wie möglich reflektieren und im Gesamtkontext unseres Lebens sehen. Auf diese Weise erweitern wir unser Bewusstsein und unsere künftigen Handlungsmöglichkeiten in jedem Moment.

Wie wir uns jeden Tag auf Freude programmieren

Seit Beginn der Corona Krise verschwinden unsere bisherigen Realitäten. Wir müssen uns in nahezu allen Aspekten unseres Lebens umstellen.

 

Solche Situationen drehen alles bisher Gewesene. All die Routinen, an die sich ein Mensch und sein Körpersystem gewöhnt haben, verschwinden. Unsicherheit, Angst, Stress und Panik folgen. Gerade in solchen Situationen brauchen wir Zeit für uns, um uns innerlich zu stabilisieren und neu auszurichten. Abends vor dem Einschlafen und morgens direkt nach dem Aufwachen spricht unser Unterbewusstsein besonders gut auf neue Impulse an.

 

Der Abend bietet sich an, um den Ballast des Tages bewusst loszulassen. Hierzu können wir uns zeitlich rückwärts – vom jetzigen Moment bis zum Aufstehen am Morgen – an die Sequenzen des Tages erinnern. Dabei können wir die schönen Momente des Tages rückblickend feiern – so nähren wir die guten Momente in unserem Leben. Bei Situationen, die uns belastet haben, könne wir uns fragen: Was ist das Gute daran? Welche Möglichkeiten gibt es?

 

Bevor wir am nächsten Morgen in den Tag starten, lohnt es sich, das Bewusstsein auf Freude und Erfolg auszurichten. Direkt nach dem Aufwachen können wir uns die anstehenden Tätigkeiten nacheinander vorstellen und mit Freude aufladen. Auch können wir uns vorstellen, wie erfolgreich bei all unseren Vorhaben sind, und wieviel mehr Freude uns all das bringt. Probieren Sie es aus diese morgendliche Neuausrichtung belebt jeden einzelnen Tag! Wichtig dabei ist die tägliche Praxis, denn dann kann unser Gehirn nachhaltig neue Bahnen bilden.

Weitere Blogartikel: Die Kunst der Führung mit Sun Tzu

Führung

Mindset

Unternehmensstrategie

Sie möchten aktuelle Blogartikel per Email erhalten? Abonnieren Sie meinen Newsletter: